Golden Dragon Kampfkunstschule

Traditionelles Kung Fu, Effektive Selbstverteidigung, Qi Gong und Eskrima in Nürnberg

Der Konflikt oder die kämpferische Auseinandersetzung zwischen Völkern, Stämmen oder Einzelpersonen existiert vermutlich so lange wie die Menschheit selbst. Die ersten Kampfsysteme wurden wohl aus der Notwendigkeit entwickelt, solche Auseinandersetzungen zum eigenen Vorteil zu entscheiden. Ursprünglich dienten sie dazu, das Überleben des eigenen Stammes zu sichern, entwickelten sich dann zum militärischen Gebrauch und fanden schließlich wieder Anwendung im persönlichen, zivilen Kontext.

Die Entwicklung von Kriegs- zu Kampfkünsten über einen bestimmten Zeitraum hinweg ist ein faszinierender Themenbereich, der jedoch den Rahmen dieser Seite sprengen würde. Dennoch sollte der Begriff „Kampfkunst“ genauer erklärt werden, da er meiner Meinung nach irreführend sein kann.

In diesem Kontext hat Kunst nichts mit der kreativen Tätigkeit eines Malers oder Bildhauers zu tun, sondern steht hier für Können oder Fertigkeit. Dies wird auch klar, wenn wir den Ursprung des Begriffs „Kampfkunst“ betrachten, der die Übersetzung des lateinischen „Ars Martialis“ ist, was „die Kunst des Mars“ bedeutet – Mars war der römische Kriegsgott. Im Englischen wird der Ursprung durch den Begriff „Martial Arts“ deutlicher.

In der Neuzeit haben einige Stile ihre Ausrichtung geändert, weg von der Vorbereitung auf den realen Kampf, hin zum Sport oder einem System zur charakterlichen Vervollkommnung. Dennoch verwenden sie weiterhin die Bezeichnung „Kampfkunst“, auch wenn sie nur noch wenig bis keine kampfrelevante Bedeutung mehr haben.

Ich möchte betonen, dass diese Veränderungen nicht abwertend gemeint sind. Diese Stile leisten weiterhin hervorragende Arbeit, wenn auch nicht mehr im Hinblick auf ihre ursprüngliche Funktion, nämlich dem erfolgreichen Überstehen einer feindseligen körperlichen Auseinandersetzung.

Es ist meine persönliche Überzeugung, dass ein Stil, der von seinen Vertretern als Kampfkunst bezeichnet wird, sich auch realistisch mit dem Thema Kampf auseinandersetzen sollte. Im Fu Lung Pai nehmen daher kampfrelevante Übungen den größten Teil der Trainingszeit ein. Damit die Effizienz jedoch nicht von rein körperlichen Faktoren abhängt, ist der Stil entsprechend strukturiert. Im Fu Lung Pai geht es deshalb vorrangig nicht um Techniken, sondern um Prinzipien.

Bei uns erleben Sie praktisch anwendbares Kung Fu. Kung Fu abseits von dem, was man oft in Filmen oder auf YouTube sehen kann. Profitieren Sie von zahlreichen Vorteilen, die das traditionelle Fu Lung Pai Kung Fu Ihnen bietet.

Der Kern unseres Trainings ist Kung Fu. Übersetzt meint das: Wenn wir etwas erreichen wollen, ist, bis auf wenige Ausnahmen, beständiges Üben und Lernen nötig – harte Arbeit oder eben Kung Fu. In unserer Schule vermitteln wir dieses Konzept, um das Beste für die Schüler aus dem Training herauszuholen, mentale Barrieren abzubauen, um die Komfort-Zone zu erweitern.

Unser Anliegen ist es, die Werte und Praktiken traditioneller Kampfkünste zu bewahren und gleichzeitig Raum für persönliche Entwicklung und körperliche Fitness zu schaffen. In unserer Schule steht der Spaß an der Bewegung und die kontinuierliche Weiterentwicklung auf physischer und mentaler Ebene im Mittelpunkt.

Wir bieten praktisch anwendbares Kung Fu, das sich deutlich von dem unterscheidet, was oft in Filmen oder auf YouTube zu sehen ist. Unser Unterricht basiert auf dem Konzept des kontinuierlichen Lernens und Übens, um das Beste aus jedem Training herauszuholen und mentale Barrieren zu überwinden.

Die Grundprinzipien unseres Trainings umfassen Selbstverteidigung, Gesundheitsprophylaxe und Philosophie. In Bezug auf Selbstverteidigung spezialisieren wir uns auf Techniken, die auf die Nahkampfdistanz abzielen und schnelle, effiziente Armtechniken betonen. Tritte werden sparsam eingesetzt und bleiben unterhalb der Hüfte.

Unser Training beinhaltet auch Elemente wie Fitness, Ausdauer und Konditionierung, unterstützt durch begleitendes Shaolin Qi Gong. Dadurch wirkt sich das Training nicht nur präventiv auf die körperliche Gesundheit aus, sondern fördert auch die mentale Stärke und das Wohlbefinden.

Die Chan-Buddhistische Philosophie bildet die Grundlage für unsere Persönlichkeitsentwicklung und fördert positive Eigenschaften wie Disziplin, Respekt und mentale Stärke. Wir glauben daran, dass ein ganzheitlicher Ansatz zur Kampfkunst nicht nur körperliche Fähigkeiten, sondern auch Charakterstärke und emotionales Gleichgewicht fördert.

Unabhängig von Ihrem Erfahrungsniveau, Ihrem Alter oder Ihrer Fitness sind Sie bei uns willkommen. Unsere erfahrenen Lehrer stehen Ihnen jederzeit zur Seite und gehen individuell auf Ihre Bedürfnisse ein.

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Die Ursprünge der meisten traditionellen Kung Fu Stile liegen in der Vergangenheit verborgen. Es gibt wenig historisch belegtes Material. Vieles von dem, was man darüber weiß, ist im Bereich von Legenden angesiedelt. Dies betrifft sowohl die Entstehungsgeschichten als auch die beteiligten Personen. Im Fu Lung Pai sieht es nicht anders aus. Alles was wir wissen, stammt aus den Überlieferungen der Meister.

Das Fu Lung Pai ist ein südlicher Stil, der sowohl Hakka Kuen als auch Shaolin Kung Fu in sich vereint und in der Region Fat Saan entwickelt wurde..

Hakka Kuen ist ein allgemeiner Begriff, unter dem viele südchinesische Stile vereint sind und dessen Ursprung die Hakka-Leute waren.Die Hakka sind eine chinesische Volksgruppe, mit eigener Sprache und Kultur. Ursprünglich kamen sie aus dem Norden und siedelten in der Provinz Kanton an. Das Hakka-Kung Fu soll stark von dem Kung Fu-Stil des legendären Mönchs Ji Sim Sim Si beeinflusst sein, den dieser in der benachbarten Provinz Fukien lehrte. Gemeinsame Merkmale sind die Spezialisierung auf den Nahkampf, eine entsprechend kurze Schrittarbeit und tiefe Ellenbogen, die dicht am Körper gehalten werden. Und doch gibt es typische Eigenheiten der Hakka-Stile, die diese von den Fukien Stilen unterscheiden, z. B. der charakteristische Rundrücken (Bot Bui) und die konkave Brust (Hum Hong).

Das Fu Lung Pai wurde von einem Mann namens Wai Ming Lee entwickelt, nachdem er jeweils mehrere Jahre von zwei Mönchen zuerst den Tiger- und anschließend den Drachenstil erlernte. Der erste Mönch war Hung Gee Gung, der Begründer des Hung Kuen, der zweite war ein Mönch namens Lo Yuk Sang, ein Meister des Drachenboxens. Hung Gee Gung war Schüler von Ji Sim Sim Si und somit verantwortlich für den Shaolin-Einfluss, während Lo Yuk Sang die Hakka-Elemente einbrachte.

Wai Ming Lee entwickelte das Fu Lung Pai nach dem Yin und Yang Prinzip. Nach Auffassung der chinesischen Mythologie ist es notwendig, Gegensätze (Ergänzungen) zu vereinen, um eine harmonische Einheit zu schaffen. Im Fu Lung Pai sind diese Gegensätze u. a. die machtvolle Stärke des Tigers (Körper) und die tiefe Weisheit des Drachens (Geist).

Wai Ming Lee war, wie sein erster Lehrer Hung Gee Gung, ein Anhänger der Ming, weshalb er sich der Legende nach entschied, nicht öffentlich zu lehren, sondern seine Schüler sorgfältig auszuwählen. Wir können heute nicht mehr beurteilen, warum jemand ein neues System entwickelt, sich dann aber dagegen entscheidet, es bekannt zu machen. Man muss diese Entscheidung wohl im Kontext der damaligen Zeit sehen, als China von den Mandschus besetzt war und sich im Untergrund der Widerstand formierte. Der einzige Schüler von Wai Ming Lee war ein junger Mann namens Mok Lau Chan. Ihm lehrte er sein System. Mok Lau Chan war ein talentierter und eifriger Schüler, und er folgte seinem Meister bis zu dessen Tod. Nach den Erzählungen von Großmeister Huo Suk Feng kämpfte Mok Lau Chan mehrfach erfolgreich bei den damals üblichen Lei Tai Kämpfen.

Über Großmeister Kim In Sung, einem Schüler von Huo Suk Feng, kam das Fu Lung Pai nach Deutschland. 1984 begann Werner Horn bei ihm seine Ausbildung und wurde 1994 von ihm zum Sifu ernannt. Danach erweiterte und vervollständigte Werner Horn sein Wissen unter Großmeister Li Yau Bun.